Gut geschützt durch den Herbst: Hausarztpraxen laden ein zur "Impfwoche 2026"
Mit dem offiziellen Herbstanfang startet auch die diesjährige Impfsaison: Damit Patientinnen und Patienten bestmöglich geschützt durch die kalte Jahreszeit kommen, laden Hausarztpraxen in Westfalen-Lippe im Oktober zur ersten „Impfwoche“ ein. Im Aktionszeitraum vom 12. bis 16. Oktober wollen die teilnehmenden Praxen mit besonderen Angeboten und intensiver Beratung das Bewusstsein der Menschen für den Schutz durch Impfungen stärken. „Unser Ziel ist es, unseren Patientinnen und Patienten möglichst unkompliziert ihren persönlichen Impfschutz anzubieten“, erklärt Lars Rettstadt, 1. Vorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe.
„Zunehmende Zugriffsrechte der Krankenkassen gefährden Freiberuflichkeit der Hausärzte!“
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Westfalen-Lippe fürchtet angesichts der Bestrebungen der Krankenkassen, immer mehr Zugriffs- und Steuerungsrechte in der Versorgung zu erhalten, um den Fortbestand der Freiberuflichkeit.
"Irritierend und unangebracht": Kritik an Nutznießer-Äußerung des Bundeskanzlers
Als „irritierend und unangebracht“ kritisiert Lars Rettstadt, 1. Vorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe, die Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz, der Beschäftigte des Gesundheitswesens im Rahmen einer RTL-Sendung am vergangenen Donnerstag (27. August) als „Nutznießer“ des Gesundheitssystems bezeichnet hatte. „Diese Aussage hat in den hausärztlichen Praxen in Westfalen-Lippe für Empörung gesorgt“, so Rettstadt. „Ein Nutznießer ist per Definition des Dudens jemand, der einen Vorteil aus etwas zieht, was ein anderer erarbeitet hat. Eine Art Schmarotzer also. Diesen Begriff ausgerechnet in Zusammenhang mit den Beschäftigten im Gesundheitswesen zu verwenden, lässt jede Form der Wertschätzung für unsere Arbeit vermissen.“
GKV-Spargesetz verabschiedet: "Ein Schlag ins Gesicht aller Hausärzte und Patienten!"
Der Bundestag hat heute das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz verabschiedet, das weitreichende Kürzungen im hausärztlichen Bereich vorsieht. „Dieses Gesetz ist ein Schlag ins Gesicht aller Hausärztinnen und Hausärzte – und vor allem ihrer Patientinnen und Patienten. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und die Bundesregierung zerstören damit ganz bewusst die Basis der hausärztlichen Versorgung vor Ort, in Westfalen-Lippe und bundesweit“, so Lars Rettstadt, 1. Vorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. „Das Ergebnis dieses Gesetzes wird für die Patientinnen und Patienten schon bald deutlich spürbar sein, da durch die Sparmaßnahmen das gute und qualitativ hochwertige Versorgungsangebot der Praxen nicht weiter aufrechterhalten werden kann.“
Scharfe Kritik an geplanter Abschaffung der Telefon-AU und Pflicht-AU ab dem ersten Tag
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Westfalen-Lippe kritisiert die Pläne der Bundesregierung zur Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und zur AU-Pflicht ab dem ersten Tag scharf.