Hausärzteverband Westfalen-Lippe unterstützt Hilfsaktionen und bittet um Spenden
Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Flüchtlingsströme aus dem Kriegsgebiet müssten jetzt die notwendigen Vorbereitungen getroffen werden, um den geflüchteten Menschen umfassende medizinische Hilfe schnell und unbürokratisch zukommen zu lassen.
"Wir sind tief betroffen": Hausärzteverband verurteilt Überfall Russlands auf die Ukraine auf das Schärfste
Der Deutsche Hausärzteverband und seine Landesverbände verurteilen den völkerrechtswidrigen Überfall Russlands auf die Ukraine auf das Schärfste. In einer gemeinsamen Erklärung betonen sie, dass dieser Angriffskrieg durch nichts zu rechtfertigen sei und Millionen unschuldige Menschen in unvorstellbares Leid stürze.
"Als Hausärztinnen und Hausärzte, aber auch als Bürgerinnen und Bürger, sind wir tief betroffen und stehen fest an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer", heißt es in der Erklärung weiter. "Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Flüchtlingsströme aus dem Kriegsgebiet müssen jetzt die notwendigen Vorbereitungen getroffen werden, um den geflüchteten Menschen umfassende medizinische Hilfe schnell und unbürokratisch zukommen zu lassen. Die Hausärztinnen und Hausärzte werden alles in ihrer Macht Stehende tun, um in dieser Krisensituation zu helfen. Wir bitten die staatlichen Stellen darum, in enger Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft, schnellstmöglich die notwendigen organisatorischen Vorbereitungen einzuleiten. Der Deutsche Hausärzteverband und seine Landesverbände stehen dabei als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner jederzeit unterstützend zur Verfügung.
Darüber hinaus werden der Deutsche Hausärzteverband und seine Landesverbände karitative Organisationen, die sich in der Ukraine engagieren, mit Spenden unterstützen, um so einen kleinen Beitrag zur Linderung der katastrophalen humanitären Lage in der Ukraine zu leisten."
Gemeinsame Presseerklärung: "Der Krieg muss sofort gestoppt werden!"
Mit tiefer Betroffenheit, Wut, Unverständnis und Trauer blicken der Hausärzteverband Westfalen-Lippe, die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) und die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) auf den Krieg in der Ukraine. „Wir verurteilen den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine auf das Schärfste! Wir fordern Russland auf, den Krieg sofort zu beenden und die Soldaten zurückzuziehen“, erklärt das Bündnis in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
„Wir können unsere Empörung über die Lage in der Ukraine kaum in Worte fassen. Wir Ärztinnen und Ärzte stehen fest an der Seite unserer ukrainischen Kolleginnen und Kollegen, die unter schwierigsten Bedingungen die Versorgung der Menschen bewältigen. Wir stehen parat, um verwundete Kriegsflüchtlinge jederzeit zu versorgen, wir müssen in diesen schweren Zeiten zusammenhalten“, sagt Anke-Richter Scheer, Vorsitzende des Hausärzteverbands Westfalen-Lippe.
Die Ärztekammer Westfalen-Lippe zählt rund 180 Kammerangehörige mit ukrainischer sowie etwa 300 Kammermitglieder mit russischer Staatsangehörigkeit. „Unsere Solidarität gilt allen Ärztinnen und Ärzten in der Ukraine, die unter schrecklichen Bedingungen und oft unter Gefahr für Leib und Leben ihre Arbeit tun, zudem danken wir allen Kolleginnen und Kollegen in Russland, die sich gegen den Krieg aussprechen, für ihre Zivilcourage“, sagt Dr. HansAlbert Gehle, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe. „Auf beiden Seiten der Front bangen Frauen um ihre Männer und Kinder um ihre Väter.“
„Die schrecklichen Bilder aus der Ukraine lösen bei uns tiefste Betroffenheit aus. Die Tragödien, die der Krieg hinterlässt, sind unvorstellbar. Unsere Gedanken sind bei allen Menschen, die derzeit furchtbares Leid ertragen. Die KVWL wird sich in Kürze an einer Hilfsaktion beteiligen und Hilfsgüter Richtung Ukraine schicken“, sagt Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der KVWL.
Andreas Möllerarnd: Über Ungarn in die Familienpraxis
„Hausarzt sein ist nach wie vor mein Traumberuf“, sagt der 35-jährige Andreas Möllerarnd (Bild). Für den Allgemeinmediziner aus Rheine stand früh fest, dass er Mediziner werden will: „Als Kind wollte ich Arzt und Jäger werden – wie mein Vater.“ Jäger ist er nicht geworden, mittlerweile aber Hausarzt in Rheine.
Video: Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe stellt sich vor
Welche Aufgaben und Ziele hat der Hausärzteverband Westfalen-Lippe? Wie und wo engagiert er sich und welche Vorteile bieten eine Mitgliedschaft und berufspolitisches Engagement im Hausärzteverband?
Antworten auf diese und weitere Fragen liefert ein neues Imagevideo des Landesverbandes, in dem nicht nur Verantwortliche aus Vorstand und Geschäftsführung zu Wort kommen, sondern auch Hausärztinnen und Hausärzte aus der Region.
Viel Spaß beim Reinschauen.