Hausärzteverband Westfalen-Lippe unterstützt Flüchtlingshelferkreis Bergkamen
Der Flüchtlingshelferkreis Bergkamen e.V. hat sich Ende 2014 gegründet, um den Flüchtlingen in Bergkamen eine schnellere und unkomplizierte Integration zu ermöglichen. Neben dem Flüchtlingscafé als Treffpunkt zum Austausch werden verschiedene Kurse und Aktivitäten sowie eine professionelle Beratung von Flüchtlingen angeboten. 2015 wurde ein Ankommenstreffpunkt für Flüchtlinge eingerichtet.
Unser Bild zeigt (v.l.) Claudia Diermann, Geschäftsführerin der Hausärztlichen Service- und Wirtschaftsgesellschaft mbH Westfalen-Lippe, und Petra Buschmann-Simons, Vorsitzende des Flüchtlingshelferkreises Bergkamen e.V., bei der Übergabe Ende Juni.
Verein ist auf Spenden angewiesen
Umgesetzt werden die Angebote des Vereins durch ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter*innen. Daher ist der Flüchtlingshelferkreis Bergkamen auf Spenden angewiesen und freute sich daher besonders über die Sachspenden, darunter Schutzmasken und Hände-Desinfektionsmittel, des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe.
Unser Bild zeigt (v.l.) Claudia Diermann, Geschäftsführerin der Hausärztlichen Service- und Wirtschaftsgesellschaft mbH Westfalen-Lippe, und Petra Buschmann-Simons, Vorsitzende des Flüchtlingshelferkreises Bergkamen e.V., bei der Übergabe Ende Juni.
Qualitätszirkel: PTQZ-Moderatoren zertifiziert
Regelmäßige Pharmakotherapie Qualitätszirkel (PTQZ) sind ein wesentlicher Baustein, auf dem die hohe Qualität der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) basiert. Der PTQZ-Moderator muss dabei eine spezielle Ausbildung durch den Hausärzteverband Westfalen-Lippe durchlaufen. Gleich acht neue Qualitätszirkel-Moderatorinnen und -Moderatoren haben die Zertifizierung am 29. Juni in Unna erfolgreich absolviert und können nun eigene PTQZ leiten.
Michael Niesen, Fortbildungsbeauftragter und 2. Vorsitzender des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe (r.) und Björn Hörhold vom Team Praxisberatung (l.) zusammen mit den neuen Qualitätszirkel-Moderatorinnen und -Moderatoren.
Die Zertifizierung inklusive Scanner-App-Schulung wurde durch Michael Niesen, Fortbildungsbeauftragter und 2. Vorsitzender des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe, und Björn Hörhold vom Team Praxisberatung durchgeführt.
Der nächste Zertifizierung zum Qualitätszirkelmoderator inklusive Scanner App-Schulung für die HZV findet am 9. November 2022 in Unna statt.
Neue Weiterbildungbefugnis: Alle wichtigen Infos für Sie zusammengefasst
Wie ist der Antrag der neuen Weiterbildungsbefugnis über das Portal der Ärztekammer zu stellen? Welche Dokumente werden benötigt? Zu diesen und weiteren Fragen hat der Hausärzteverband Westfalen-Lippe im März zusammen mit der Ärztekammer Westfalen-Lippe eine Informationsveranstaltung organisiert.
Misshandlungsverdacht: Neue Kinderschutzgruppe hilft bei Klärung
Eine neu gegründete interdisziplinäre Kinderschutzgruppe soll im Kreis Höxter bei der Klärung von Verdachtsfällen von Misshandlung, Missbrauch oder Vernachlässigung im Kindes- und Jugendalter helfen. „Hiermit wollen wir sowohl den behandelnden Ärztinnen und Ärzten als auch dem Jugendamt im Kreis Höxter eine zentrale Anlaufstelle mit festen Ansprechpartnern bieten“, erklärt Dr. Melanie Todt-Brenneke, Fachärztin für Rechtsmedizin und zertifizierte Kinderschutzmedizinerin, die die Gruppe in der Abteilung Gesundheitsdienst des Kreises Höxter gegründet und ihre Leitung innehat. Niedergelassene und klinisch tätige Ärztinnen und Ärzte sowie Mitarbeitende des Jugendamtes sollen auf Expertenwissen schnell, niederschwellig und unkompliziert zurückgreifen können. So sind zum Beispiel klinisch-forensische Untersuchungen in den Räumlichkeiten des Gesundheitsdienstes, inklusive gerichtsverwertbarer Dokumentation oder konsiliarische Begutachtungen im stationären Setting möglich. Aufnahmen unklarer Befunde können pseudonymisiert digital verschlüsselt oder schriftlich an die Kinderschutzgruppe gesandt werden. Auch Fortbildungsveranstaltungen sowohl für medizinisches als auch für nicht-medizinisches Fachpersonal sind geplant.
Steuerfreier Corona-Bonus bis 4.500 Euro für MFA möglich
Der Deutsche Bundestag hat beschlossen, dass niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ihren Praxisteams steuerfreie Corona-Boni bis 4.500 € zahlen dürfen. „Das ist eine kleine Anerkennung für die außergewöhnliche Leistung der medizinischen Fachangestellten während der Corona-Pandemie“, sagt Anke Richter-Scheer, 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. Die Hausarztpraxen hätten mit den niedergelassenen Praxen 80 Prozent der Pandemieversorgung übernommen und den Hauptteil der Impfkampagne gestemmt. „Ohne die Teams in den Hausarztpraxen hätten wir das nicht so erfolgreich schaffen können“, sagt Richter-Scheer. Trotzdem hatte sich der Gesetzgeber dagegen entschieden, den staatlichen Corona-Bonus, den Pflegekräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bekommen, auch an MFA zu zahlen. „Dass nun zumindest ein steuerfreier Corona-Bonus ermöglicht wird, ist ein Zeichen der Fairness“, so Anke Richter-Scheer.