"Wir können das!"
Erfolgreicher Impfstart in den Hausarztpraxen darf nicht ausgebremst werden
Unna/ Westfalen-Lippe, 13.04.2021. Der Impfstart in den Hausarztpraxen war – trotz kontingentierter Impfstoffabgabe – ein voller Erfolg. „Wir haben zeigen können, dass wir binnen weniger Tage eine Vielzahl an Menschen impfen und das Tempo deutlich erhöhen konnten. Mit einer Verlagerung der Corona-Impfungen in die Praxen ist mehr Schwung in die Impfkampagne gekommen. Das zeigt: Wir können das!“, zieht Anke Richter-Scheer, 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe nach einer Woche eine erste Zwischenbilanz. Umso unverständlicher sei es, dass nach diesem Auftakt seitens der Politik diskutiert werde, den Hausärzt*innen die Impfstoffdosen zugunsten der Impfzentren wieder zu kürzen. „Das ist kontraproduktiv, zumal das Ziel des schnellen Durchimpfens so erst recht nicht erreicht werden kann. Das Tempo darf nicht wieder ausgebremst werden“, betont Richter-Scheer.
Vertragsarztpraxen bieten erneut Unterstützung bei Impfkampagne an
Dortmund/Unna/ Westfalen-Lippe, 01.04.2021. In der kommenden Woche werden nun endlich auch die ersten Vertragsarztpraxen in Westfalen-Lippe in die Impfungen gegen das Coronavirus einsteigen. „Die Ärzte und medizinischen Fachkräfte in den Impfzentren haben in den vergangenen zwei Monaten großartige Arbeit geleistet. Noch mehr Tempo bei der Impfkampagne werden wir aber nur erzielen können, wenn wir in der Fläche in den Praxen impfen. Die niedergelassenen Ärzte haben hier schon vor Wochen ihre Bereitschaft signalisiert“, sagt Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Dass nach den Osterfeiertagen Haus- und Fachärzte in Westfalen-Lippe die ersten Impfungen setzen können, sei aus seiner Sicht ein längst überfälliger Schritt. Auch wenn der Impf-stoff in den ersten Aprilwochen noch sehr begrenzt verfügbar sein wird, ist die Miteinbeziehung der Praxen ein wichtiges Signal für die Bürgerinnen und Bürger.
Verbandstalk: Vorstand des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe stellte sich im Live-Stream den Fragen der Mitglieder
Fragen zum Start der Coronaimpfungen in Hausarztpraxen waren im Chat das beherrschende Thema
Unna/ Westfalen-Lippe, 08.03.2021. Persönliche Treffen und Diskussionsrunden unter Kolleginnen und Kollegen sind in Zeiten der Coronapandemie schwierig bis gar nicht umsetzbar. Der Redebedarf ist in der Hausärzteschaft aber gerade angesichts der immer neuen Herausforderungen für die Teams in den Praxen groß. Daher hat der Hausärzteverband Westfalen-Lippe im Rahmen seines ersten Fortbildungskongresses digital am Wochenende auch erstmals einen „Verbandstalk“ als Live-Stream organisiert. Eine Stunde lang stellte sich am Samstag, 6. März, der Vorstand des Landesverbandes – Anke Richter-Scheer (1. Vorsitzende und Hausärztin aus Bad Oeynhausen), Michael Niesen (2. Vorsitzender und Hausarzt aus Metelen), Dr. Jens Grothues (3. Vorsitzender und Hausarzt aus Beverungen) und Lars Rettstadt (Sprecher der Delegiertenversammlung und Hausarzt aus Dortmund) den Fragen der Moderatorin Daniela Thamm und der zugeschalteten Mitglieder und Fortbildungsteilnehmer. Für die Online-Sprechstunde hatte sich die Geschäftsstelle des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe in Unna eigens in ein Filmstudio verwandelt.
"Wir stehen bereit!"
Hausarztpraxen gerüstet, um in den Impfprozess einzusteigen
Unna/ Westfalen-Lippe, 18. Februar 2021. Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe sieht die Hausärztinnen und Hausärzte gerüstet, Impfungen gegen das Coronavirus in den Hausarztpraxen zu übernehmen. „Die wichtigste Voraussetzung dafür – ausreichend Impfstoff – wird aller Voraussicht nach im März und April erfüllt sein. Ist das in Kombination mit einem koordinierten Priorisierungs- und Einbestellungssystem durch das Land gegeben, könnten Hausarztpraxen spätestens Anfang des 2. Quartals in den Impfprozess einsteigen“, erklärt Anke Richter-Scheer, 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. „Beide Impfstoffe sind gut in der Praxis händelbar und dass wir Ärzte damit umgehen können, haben die Impfungen in den Heimen gezeigt.“
Erster "Fortbildungskongress digital" für Praxisteams
Optimal geschult auch in Coronazeiten
Unna/ Westfalen-Lippe, 25. Januar 2021. Besondere Zeiten bieten auch die Chance auf etwas Neues: Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe veranstaltet am 5. und 6. März 2021 erstmals einen digitalen Fortbildungskongress für Hausärztinnen, Hausärzte, Praxisteams und Nachwuchsmediziner. Um sicherzustellen, dass Hausärztinnen und Hausärzte immer auf dem aktuellsten Stand der allgemeinmedizinischen Erkenntnisse sind und ihre Patientinnen und Patienten somit optimal versorgen können, besteht eine berufsbegleitende Fortbildungspflicht. „In Coronazeiten sind die Teams in den Hausarztpraxen in besonderer Weise gefordert und stehen vor großen Herausforderungen. Wir wollen sie daher bestmöglich unterstützen und ihnen die Möglichkeit geben, ihrer Fortbildungsverpflichtung kompakt und gebündelt nachzukommen, dabei aber gleichzeitig flexibel und in einem geschütztem Raum zu bleiben“, sagt Anke Richter-Scheer, 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. „Wir gehen einen ganz neuen Weg und stellen erstmals ein derart vielfältiges Programm, einen ganzen Fortbildungskongress, komplett digital auf die Beine“, so Richter-Scheer. „In den vergangenen Monaten haben wir alle mehr Digitalisierung gewagt und gelebt und selbst Skeptiker haben die Vorteile für sich entdecken können. Mit dem digitalen Fortbildungskongress knüpft der Hausärzteverband Westfalen-Lippe genau da an.“