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Gemeinsame Pressemitteilung: Wer Patienten-Steuerung will, setzt auf die HZV!

Das NRW-Gesundheitsministerium setzt bei der ambulanten Versorgung in Zukunft auf hausärztliche Primärversorgungspraxen.

„In dem 15-Punkte-Papier, das das NRW-Gesundheitsministerium heute vorgestellt hat, bekennt es sich klar zur zentralen Position der hausärztlichen Praxen mit ihren qualifizierten Teams im Gesundheitssystem. Die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV), die wir im Hausärztinnen- und Hausärzteverband etabliert haben und bereits seit Jahren erfolgreich vorleben, dient dabei als Vorbild für die geplante Einführung eines verbindlichen Primärarztsystems“, erklären die Vorsitzenden der Hausärztinnen- und Hausärzteverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe, Elke Cremer und Lars Rettstadt in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Hausärztliche Praxen als Primärversorgungszentren

„Wir freuen uns, dass unsere Impulse für eine zukunftssichere Gestaltung der ambulanten Versorgung aufgenommen wurden und unsere zentralen Forderungen in das Gesamtkonzept eingeflossen sind. Etwa, dass die Rolle der Primärversorgungspraxis der hausärztlichen Praxis zukommt“, so Rettstadt. „Hier wird eine strukturierte Ersteinschätzung vorgenommen, hier findet qualitativ hochwertige medizinische Versorgung statt und von hier wird, wenn erforderlich, die Weiterbehandlung in fachärztlichen Praxen koordiniert.“

Die Patientinnen und Patienten brauchten und wollten kompetente Ansprechpersonen, zu denen sie Vertrauen haben, die sie und ihre Situation kennen und die sie durch das oft komplizierte Gesundheitssystem steuern können. „Das finden sie ihren Hausarztpraxen. 75 Prozent der Versicherten in NRW haben eine feste Hausarztpraxis und rund zwei Millionen Patientinnen und Patienten haben sich entschieden, an der Hausarztzentrierten Versorgung als freiwilligem Primärversorgungssystem teilzunehmen. Bundesweit sind es sogar rund elf Millionen“, erklärt Rettstadt. „Viele nehmen also längst freiwillig an diesem Erfolgsmodell teil.“

„Wir stehen bereit und können sofort loslegen!“

Aus Sicht der Hausärztinnen und Hausärzte bedeute das: „Wir stehen bereit und können sofort loslegen. Denn während viele der im Konzeptpapier des Gesundheitsministeriums skizzierten Strukturen noch gar nicht existieren, bzw. erst massiv auf- und ausgebaut werden müssen, gibt es mit der Hausarztzentrierten Versorgung, auch bekannt als Hausarztprogramm, bereits ein funktionierendes Primärversorgungssystem, das sich seit 16 Jahren bewährt“, betont Elke Cremer. „Entscheidend ist: Der Paragraf 73b im SGBV muss, so wie vom Bundesgesundheitsministerium befürwortet, erhalten bleiben.“ Der Fortbestand der HZV sei eine große Chance für die zukunftsfähige Umgestaltung des Gesundheitssystems im ambulanten Bereich.

Starke Praxisteams und „HÄPPI-Konzept“

Auch die Idee einer Stärkung der Teampraxisstrukturen decke sich mit den Konzepten des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes: „Wir setzen schon lange auf die Weiterqualifizierung unserer Praxisteams, etwa zu Versorgungsassistentinnen und -assistenten in der Hausarztpraxis (VERAH) oder den akademisierten Primary Care Managerinnen und Managern (PCM). Sie sind zentraler Bestandteil unseres HÄPPI-Konzeptes, das für Hausärztliches Primärversorgungszentrum – Patientenversorgung interprofessionell steht und auf Delegation, Kooperation und eine sinnvolle und entlastende Digitalisierung setzt“, erklärt Elke Cremer.

„Nicht warten, starten!“

„Der Vorstoß des NRW-Gesundheitsministeriums zeigt: Wer Patienten-Steuerung will, setzt auf die HZV“, so Elke Cremer und Lars Rettstadt. „Wir wünschen uns daher ein klares Bekenntnis zur Hausarztzentrierten Versorgung und zur Nutzung der bestehenden Strukturen. Hier gilt das Motto: Nicht warten, starten!“

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