Kritik am Honorarabschluss: "Völlig unzureichend!"
Als „völlig unzureichend“ kritisiert der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Westfalen-Lippe den Honorarabschluss, auf den sich am 17. September der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) geeinigt haben.
Für 2026 ist danach eine Steigerung des Orientierungspunktwertes um 2,8 Prozent vorgesehen. Der Orientierungspunktwert bestimmt die Preise für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen.
"Ein Sparkurs zu Lasten der ambulanten Versorgung ist der falsche Weg!"
„Angesichts der Kostensteigerungen in allen Bereichen bedeutet dieses Ergebnis unter dem Strich Nettoverluste für die Praxen. Das steht in keinem Verhältnis und hilft uns nicht weiter“, erklärt Lars Rettstadt, 1. Vorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe.
„Ja, die Finanzlage der Kassen ist angespannt. Aber ein Sparkurs zu Lasten der ambulanten Versorgung, der hausärztlichen Praxen, ist definitiv der falsche Weg! Um ambulante Versorgungsstrukturen aufrecht zu erhalten, müssten wir – ganz im Gegenteil – die Möglichkeit haben, unsere Praxen weiterzuentwickeln, etwa indem wir in die Weiterqualifizierung unserer Praxisteams investieren. Mit diesem Honorarabschluss ist diese Möglichkeit nicht gegeben. Da zahlen wir drauf“, so Rettstadt.