Hausarztprogramm knackt in Westfalen-Lippe Millionenmarke
Das Hausarztprogramm ist weiter auf Erfolgskurs: In Westfalen-Lippe hat das Primärarztsystem, das auch als Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) bekannt ist, die Marke von einer Million Patientinnen und Patienten durchbrochen.
„Während in Politik und Gesundheitswesen noch über die Umsetzung primärärztlicher Versorgungsmodelle diskutiert wird, haben wir mit dem Hausarztprogramm längst Fakten geschaffen. Eine Million Teilnehmende allein bei uns in Westfalen-Lippe und mehr als zehn Millionen bundesweit – das ist der beste Beweis dafür, dass unser Primärarztsystem funktioniert und überzeugt“, freut sich Lars Rettstadt, 1. Vorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe.
Beim Hausarztprogramm handelt es sich um das einzige in Deutschland etablierte Primärarztsystem. Dabei wählen Versicherte eine Hausarztpraxis, an die sie sich bei allen medizinischen Anliegen immer zuerst wenden. Diese bindet bei Bedarf gezielt Fachärztinnen und Fachärzte ein und koordiniert die gesamte Behandlung. Wissenschaftliche Evaluationen zeigen, dass dadurch die Qualität sowie die Effizienz der Versorgung verbessert werden können. Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, Primärarztmodelle auszubauen und für Patientinnen und Patienten verbindlich auszugestalten. Dabei baut sie auch ausdrücklich auf das Hausarztprogramm.
Immer mehr Patientinnen und Patienten vertrauen auf das Primärarztsystem
„Das Hausarztprogramm sorgt für eine noch bessere Versorgung der Patientinnen und Patienten, die im unübersichtlichen Gesundheitssystem nicht mehr allein dastehen, sondern kompetent und vertrauensvoll begleitet werden, und für attraktivere Arbeitsbedingungen für die Praxisteams“, betont Lars Rettstadt. „So trägt es auch dazu bei, Nachwuchs und Nachfolger für Praxen zu finden – damit auch in Zukunft noch jede Patientin und jeder Patient eine Hausärztin bzw. einen Hausarzt des Vertrauens hat.“ Dass die Politik die Vorteile dieses primärärztlichen Systems erkannt hat, wundert ihn nicht. „Das Hausarztprogramm ist seit Jahren etabliert, es ist erfolgreich – wir leben es in unseren Praxen schon lange und aus Überzeugung. Die stetig steigenden Teilnehmendenzahlen zeigen: Auch unserer Patientinnen und Patienten setzen darauf!“
Daher werde der Hausärztinnen- und Hausärzteverband das Hausarztprogramm konsequent weiter ausbauen. „Während woanders noch debattiert und gestritten wird, zeigen wir, wie primärärztliche Versorgung geht und dass sie Vorteile für die Patientinnen und Patienten und auch die Praxisteams bringt“, so Rettstadt. „Diesen Weg werden wir weiter gehen.“
Informationen zum Hausarztprogramm bzw. zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) gibt es unter www.hzv.de.