Der kleine Unterschied mit großer Wirkung: gendersensible Medizin
Themenreise – Entdecken Sie neue Perspektiven
Diese Fortbildung, bestehend aus drei verschiedenen Vorträgen, vermittelt praxisnahe Einblicke in die geschlechtersensible Medizin und zeigt, wie geschlechtsspezifische Aspekte Gesundheit, Krankheitsentstehung, Symptomwahrnehmung und Behandlung beeinflussen – von den Wechseljahren und ihren Auswirkungen auf die hausärztliche Versorgung über bestehende Datenlücken bis hin zu den besonderen Ausdrucksformen und Versorgungshürden bei Depressionen von Männern.
Die Vorträge im Einzelnen:
Terra incognita, eine hausärztliche Expedition in die sagenumwobene Welt der Wechseljahre
(Agnes Rauter-Ullrich, Fachärztin für Allgemeinmedizin)
Bis vor kurzem eine Terra Incognita in der hausärztlichen Praxis, inzwischen immer mehr im Fokus - nicht zuletzt durch die weiblicher werdende Hausarztmedizin. Die Wechseljahre sind der Elefant im Raum, sobald eine weibliche Patientin im 5.-6. Lebensjahrzehnt das Sprechzimmer betritt. Ist es wichtig? Wie wirkt es sich aus auf die chronischen Erkrankungen und Risiken? Was kann ich als Hausarzt/Hausärztin ansprechen/fragen/ anbieten? Wer den Elefanten im Raum nicht länger ignorieren möchte, ist beim Vortrag und Diskussion zum Thema herzlich willkommen.
Gesundheit für alle? - Warum geschlechtersensible Medizin für eine gute Versorgung entscheidend ist
(Awa Naghipour, Ärztin, wissenschaftliche Mitarbeiterin AG Geschlechtersensible Medizin)
Geschlecht beeinflusst Gesundheit, Krankheitsentstehung, Symptomwahrnehmung und Behandlung. Gleichzeitig beruhen viele medizinische Erkenntnisse noch immer auf einer unvollständigen oder unausgewogenen Datengrundlage. Der Vortrag vermittelt Grundlagen der Geschlechtersensiblen Medizin, beleuchtet Datenlücken und zeigt anhand von klinischen Beispielen, wie sich Geschlechteraspekte in Diagnostik und Therapie auswirken können. Die Teilnehmenden erhalten Impulse zur Reflexion sowie konkrete Ansatzpunkte für die Integration in den hausärztlichen Alltag.
Unsichtbar belastet - Depression bei Männern
(Björn Süfke, man-o-mann männerberatung im VSGB e.V.)
In diesem Vortrag geht es um die komplexe Beziehung zwischen Männern und Depression - ein Thema, das bislang wenig diskutiert wird, auch weil sowohl Betroffene als auch medizinische und psychologische Fachkräfte männertypische Anzeichen häufig übersehen. Daher sollen die spezifischen Symptome und Ausdrucksformen von Depressionen bei Männern erörtert werden, die oft von gesellschaftlichen Erwartungen und Rollenbildern geprägt sind. Darüber hinaus werden die Herausforderungen angesprochen, die Männer bei der Suche nach Hilfe und Unterstützung erleben, einschließlich Stigmatisierung und dem Druck, Stärke zu zeigen. Der Vortrag zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Bedeutung der psychischen Gesundheit von Männern im Allgemeinen und das Phänomen der „männlichen Depression“ im Speziellen zu schärfen und Strategien zur Förderung eines offenen Dialogs über emotionale Herausforderungen zu diskutieren.
Es gelten die AGB der HSW mbH Westfalen-Lippe.
ReferentIn
Fortbildungsdaten
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Datum:
13.03.2027 -
Uhrzeit:
13:30 - 17:00 Uhr -
Ort:
Sparkassenakademie Nordrhein-Westfalen
Hörder Burgplatz 1
44263 Dortmund
Teilnahmegebühr
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Mitglieder:
169,00 € -
Nicht-Mitglieder:
269,00€
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