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HZV wächst weiter stark - in WL noch deutlicher als im Bundesdurchschnitt

Die Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV), auch bekannt als Hausarztprogramm, wachsen weiter stark.

Im dritten Quartal 2026 hat sich die Teilnehmerzahl in den Vollversorgungsverträgen, die über die Hausärztliche Vertragsgemeinschaft (HÄVG) und damit außerhalb des KV-Systems abgerechnet werden, im Vergleich zum Vorquartal bundesweit um circa 270.000 erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 3,1 Prozent. „In Westfalen-Lippe ist der Zuwachs mit 3,8 Prozent im letzten Quartal sogar noch höher“, erklärt Lars Rettstadt, 1. Vorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe.

Eindrucksvoller Beweis für das Vertrauen in die HZV

„Das ist ein eindrucksvoller Beweis für das Vertrauen der Patientinnen und Patienten in die HZV und den Erfolg dieses freiwilligen hausärztlichen Primärversorgungssystems“, betont Rettstadt. „Damit bildet die HZV ein gutes Fundament, um darauf das geplante flächendeckende Primärversorgungssystem aufzubauen. Denn das ist ohne die HZV nicht zu machen.“

In der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) schreiben sich Patientinnen und Patienten bei ihrer Hausarztpraxis ein. Diese ist bei allen medizinischen Anliegen die erste Anlaufstelle und koordiniert die weitere Versorgung. Wissenschaftliche Evaluationen, unter anderem durch die Universitäten Frankfurt am Main und Heidelberg, belegen, dass durch die HZV die Behandlungsqualität, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen, nachhaltig verbessert werden kann. Gleichzeitig werden unnötige Doppeluntersuchungen vermieden. Durch ein transparenteres und faireres Vergütungssystem wird außerdem die Bürokratie in den Praxen spürbar reduziert.

Inklusive der sogenannten Add-on-Verträge nehmen in Deutschland inzwischen knapp zwölf Millionen Versicherte an allen Verträgen teil.

Weitere Informationen: www.team-praxis.de

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